Das Fischerdorf Porto Covo

Letzte Änderung 10. Juni 2024

Porto Covo [deutsch: Hafenbecken] ist ein malerisches Fischerdorf an der Alentejo-Küste Portugals mit heute ca. 1000 Einwohnern. Die weißen Häuser, die sich auf den niedrigen Klippen erstrecken, verleihen dem Ort einen idyllischen Charakter. Mit dem Fischerpfad hat sich der Ort in den vergangenen Zahl Jahren zu einem beliebten Touristenziel entwickelt, denn er wird von den meisten Wanderern als Ausgangspunkt auf ihrem Weg von Norden nach Süden gewählt.

Der Dorfkern

Um den alten Dorfkern, der im Frühjahr und im Herbst von Wanderern und im Sommer von Strandurlaubern belebt wird, sind neue Gebäude für Unterkünfte und private Sommerhäuser entstanden. Die weiß getünchten Häuser mit ihren orange-roten Ziegeldächern, blau gestrichenen Sockeln, Fensterstürzen oder Umrahmungen sind typisch für die Region Alentejo.

Der Fischerhafen

Der kleine Naturhafen, der wahrscheinlich zur Ortsgründung geführt hat, dient heute noch als Anlegestelle für die lokale Fischerei.

Küste und Strände in Porto Covo

Besonders reizvoll sind die versteckt gelegenen Strände in und um Porto Covo, die windgeschützt, von steilen Klippen umgeben sind. Im Umkreis des Ortes von zehn Kilometer gibt es vierzehn Strände, davon fünf im Radius von einem Kilometer. Etwa 600 Meter nördlich des Dorfkerns liegt der Praia Grande, der die besten Bewertungen erhalten hat. Einige kleine Strände, die im Sommer von Badegästen stark besucht werden, sind über Treppen erreichbar.

Ilha do Pessegueiro

Fünf Kilometer südlich von Porto Covo und etwa 250 Meter vor der Küste liegt die Ilha do Pessegueiro [deutsch: Insel des Pfirsichbaums]. Von der Küste sichtbar blickt man auf die Ruinen einer Festung aus dem 17. Jahrhundert.

Früheste Spuren, die man hier gefunden hat, stammen aus dem 3. Jh. v.Chr., als die Insel von den Karthagern belagert wurde. Ausgrabungen in den 1980er Jahren haben ergeben, dass die Römer dort im 1. Jh. Gebäude errichteten. Aus jener Zeit fand man Überreste eines Brot- und eines Schmelzofen für Metalle sowie Becken für die Fischverarbeitung. Außerdem entdeckte man eine römische Badeanlage aus dem 3. oder 4. Jh.. [3]

Zur Verteidigung gegen maurische Piraten wurde dort 1588 mit dem Bau einer Festung begonnen, die zur militärischen Unterstützung der Errichtung einer Festung auf dem Festland dienen sollte. Die Arbeiten wurden jedoch 1603 wegen Undurchführbarkeit eingestellt.[3] Stattdessen errichtete man eine Festung in Vila Nova de Milfontes.[4]

Peixe Félix

Der Titel und die Künstlersignatur des Wandgemäldes eines Fisches wurden überstrichen und sind nur noch auf älteren Fotos zu sehen.

Titel und Signatur
Titel und Signatur aus dem ursprünglichen Bild [5]

Daraus geht hervor, dass das Bild mit dem Titel „Peixe Félix“ [deutsch: Fisch Felix], frei übersetzt Glücklicher Fisch, 2018 von dem portugiesischen Künstler Pedro Versteeg gemalt wurde.

Versteeg macht zurzeit seinen Bachelor in Malerei an der Universität der Schönen Künste in Lissabon und sagt über seine künstlerische Praxis:

Meine Wurzeln liegen in der Straßenkunst, aber meine Praxis hat sich von der Wandmalerei zu Papier, Holz, Glas, Leinwand und Keramik entwickelt. Ich mische Techniken und Materialien und arbeite mit Acryl, Öl und Sprühdosen in einer Vielzahl von Medien. Ich zeichne mit Spontaneität und Präzision, um ein wirkungsvolles Ergebnis zu erzielen.

Meine Beobachtungen der wilden Flora und Fauna haben mich dazu inspiriert, Bilder von verschiedenen Tierarten in ihrer Umgebung zu erforschen. Meine Arbeit befasst sich mit Umweltthemen wie Umweltverschmutzung und Tierhandel und zielt darauf ab, unser eigenes Verhalten und unsere Auswirkungen auf die zunehmende Ressourcenknappheit und den Verlust der Artenvielfalt zu hinterfragen.

Pedro Versteeg [6]

Ein Reel auf Instagram vom 12. August 2018 auf der Profilseite von Pedro Versteeg zeigt in Zeitraffer, wie der Künstler das Bild malt. Leider haben die Einwirkungen von Wind, Regen und Sonne im Laufe der Jahre dazu geführt, dass es seine ursprünglich Farbe und Leuchtkraft und teilweise auch den Putz darunter verloren hat.

Peixe
Pedro Versteeg vor seinem Wandgemälde Peixe Félix unmittelbar nach Fertigstellung [7]

Porto Covo zur Blauen Stunde

Wenn während der Abend- und Morgendämmerung vor und nach der dunklen Nacht ein kräftiges blaues Licht den Himmel beherrscht, spricht man von der Blauen Stunde. Dies wird durch die Wechselwirkung der Ozonschicht mit dem flachen Winkel des Sonnenlichts unterhalb des Horizonts hervorgerufen.

Die nachfolgenden Fotos, wie auch das vorausgegangene vom Fisch Felix, wurden in der ersten Stunde nach Sonnenuntergang aufgenommen. Während der Westhimmel in dunkler werdendes Blau taucht, leuchtet der Osthimmel in immer intensiverem Violett und verleiht dem Ort eine magische Stimmung.

Quellenangaben

[1] vgl. Câmara Municipal de Sines: Igreja de Porto Covo. in: www.sines.pt. (Abgerufen: 23. Mai 2024)

[2] Bildquelle ist Bildausschnitt: Google Maps: Praia Grande de Porto Covo. © Rui Gomes, September 2022. (Abgerufen: 23. Mai 2024)

[3] vgl. Seite „Ilha do Pessegueiro“. In: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 2. Mai 2024, 22:27 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Ilha_do_Pessegueiro&oldid=244612378 (Abgerufen: 23. Mai 2024, 12:07 UTC)

[4] vgl. Seite „Pessegueiro Island“. In: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 4 Februar 2022, 16:27 UTC. URL: https://en.wikipedia.org/w/index.php?title=Pessegueiro_Island&oldid=1069894040 (Abgerufen: 23. Mai 2024, 12:27 UTC)

[5] Titel und Signatur ausgeschnitten aus Bildquelle im Artikel: José Lopes Guerreiro: PEIXE FELIX – Alvitrando. 14. Oktober 2018. https://alvitrando.blogs.sapo.pt/peixe-felix-3927005 (Abgerufen: 9. Juni 2024, 16:22 UTC)

[6] aus: Pedro Versteeg: About. https://www.pedroversteeg.com/about (Abgerufen: 28. Mai 2024, 13:23 UTC). Übersetzung: Rolf Krane mithilfe von DeepL.com (kostenlose Version)

[7] Weiß abgeglichener Screenshot-Ausschnitt aus der Instagram Reel-Webseite: https://www.instagram.com/reel/BmZQNz3ltpb/ (Abgerufen: 28. Mai 2024, 14:20 UTC)