Zambujeira do Mar [deutsch: wilder Olivenbaum des Meeres], die jüngste Gemeinde von Odemira, wurde am 30. Juni 1989 von der Nachbargemeinde São Teotónio abgetrennt und 2013 wieder mit ihr zusammengelegt.
Der malerische Ort mit seinem großen Angebot an Unterkünften und Restaurants ist ein beliebtes Touristenziel und eine Station auf dem Fischerpfad.
Capela de Nossa Senhora do Mar
Die Capela de Nossa Senhora do Mar [deutsch: Kapelle Unserer Lieben Frau vom Meer] ist das Wahrzeichen von Zambujeira do Mar. Sie wurde 1966 auf einer Klippe oberhalb des Dorfstrandes Praia da Zambujeira do Mar errichtet.





Ortsbild von Zambujeira
Das Umland von Zambujeira do Mar und São Teotónio ist ähnlich wie in Almograve von landwirtschaftlichen Großbetrieben geprägt, die Frühstücksbeeren für den europäischen Markt produzieren. Wie dort trifft man auch in Zambujeira viele Menschen vom indischen Subkontinent, die als Arbeitsmigranten auf den Farmen arbeiten. In São Teotónio sollen 2021 zwei Drittel der offiziell 6500 Einwohner Gastarbeiter gewesen sein [1].




Sonnenuntergang in Zambujeira



Sudoeste Festival
Seit 1996 findet Anfang August in Zambujeira do Mar das Festival Sudoeste statt, eines der größten Rockfestivals Portugals. Vier Tage lang verwandelt sich die Herdade da Casa Branca in einen musikalischen Hotspot, der tausende junge Menschen aus aller Welt anzieht. Es handelt sich um einen Park ca. 7 km nordöstlich des Ortskerns. Während des Festivals wird das weitläufige Gelände in einen Konzertbereich und einen Campingplatz aufgeteilt. Zur Erfrischung und zum Baden können die Festivalbesucher in den kanalförmigen Stausee von Odeceixe [portug. Reservatório de Odeceixe] springen, der die kilometerlangen Felder und Tunnel aus Plastik der Agrarkonzerne mit Wasser versorgt. Der Blick auf das Meer aus Plastik bleibt den Partygästen erspart.
Quellenangaben
[1] vgl.: Jan Petter: Das 247-Millionen-Euro-Geschäft mit Europas Frühstücksbeeren. aus: https://www.spiegel.de/ausland/portugal-warum-erntehelfer-aus-nepals-heidelbeeren-und-himbeeren-ernten-und-ein-nationalpark-leidet-a-1983db24-c114-46c4-bd2d-0e391c8351a4 Erschienen am: 22. August 2021. Abgerufen: 27. Mai 2024, 14:57 UTC.