Letzte Änderung 15. Januar 2026
Faro ist die charmante Hauptstadt der Algarve im Süden Portugals. Viele Reisende nutzen die Stadt nur als Durchgangsstation am Flughafen, dabei verbirgt sich hinter den alten Stadtmauern ein authentisches Juwel voller Geschichte und Natur.
Shoppingtour durch Faro
Der Platz Jardim Manuel Bivar am Jachthafen von Faro ist der ideale Ausgangspunkt für eine Shoppingtour durch die Stadt.
Um in die Hauptgeschäftsstraße zu gelangen, biegt man in die Rua Dom Francisco Gomes ab. Sie ist der Ausgangspunkt der Fußgängerzone.
Die Rua Dom Francisco Gomes geht in die Rua de Santo Antonio über, die für ihre kunstvollen Bodenmosaike, die Calçada Portuguesa, bekannt ist. Mit modernen Boutiquen sowie traditionellen Geschäften und Cafés zeigt sich Faro von seiner lebendigen Seite.
Wenn die Fußgängerzone auf der Rua de Santo António endet, biegt man links in die ebenfalls mit Sonnensegeln geschützte Fußgängerzone der Rua Vasco da Gama ab. Am Ende dieser Straße gelangt man auf den Platz Jardim da Praça de Ferreira de Almeida.
Der Jardim da Praça de Ferreira de Almeida ist ein kleiner, malerischer Platz im Herzen von Faro. Er besticht durch seine traditionelle portugiesische Pflasterung und die schattenspendenden Bäume. Gemütliche Cafés laden zum Verweilen in authentischer Atmosphäre ein.
Man verlässt den Platz über die Rua 1. de Maio und gelangt so wieder zurück zum Ausgangspunkt der Shoppingtour, dem Jardim Manuel Bivar.
Die Altstadt von Faro
Einen Rundgang durch die Altstadt von Faro [portugiesisch: Cidade Velha] beginnt man am besten am Arco da Vila. Das imposante neoklassizistische Stadttor aus dem 19. Jahrhundert befindet sich am südlichen Ende des Jardim Manuel Bivar. Durch das Tor gelangt man in die kopfsteingepflasterte Ruhe der Altstadt.
Das vom italienischen Architekten Francisco Xavier Fabri entworfene Bauwerk beeindruckt durch seine elegante Fassade mit einer Statue des heiligen Thomas von Aquin sowie gut erhaltene Überreste der ursprünglichen maurischen Mauern im Inneren. Ein besonderes Highlight für Besucher sind die charakteristischen Storchennester, die fast das ganze Jahr über die Spitze des Bogens krönen.
Der im 11. Jahrhundert erbaute Torbogen im Arco da Vila (siehe links im Bild) ist einer der wichtigsten Seitenzugänge zur Stadt Faro. Er wird auch „Arabisches Tor” [portugiesisch: Porta Árabe] genannt und diente als Zugang für Seereisende. Er ist der einzige Hufeisenbogen an seinem ursprünglichen Standort in der gesamten Algarve.
Nachdem man den Arco da Vila durchquert hat, folgt man der Rua do Municipio bis zum zentralen Platz der Altstadt, dem Largo da Sé, gesäumt vom Rathaus, dem Bischofspalast und der Kathedrale von Faro, dem bedeutendsten Bauwerk der Stadt.
Kathedrale von Faro
Kathedrale von Faro (im Hintergrund)
Statue des Bischofs Francisco Gomes de Avelar (im Vordergrund)
Die Kathedrale von Faro [portugiesisch: Sé de Faro] wurde im 13. Jahrhundert ursprünglich auf den Fundamenten eines römischen Tempels und einer späteren maurischen Moschee errichtet. Die Architektur der Kathedrale ist ein faszinierendes Mosaik aus gotischen, Renaissance- und Barockelementen – ein Resultat ihrer Zerstörung durch ein Erdbeben und den anschließenden Wiederaufbau.
Ein besonderes Highlight für Besucher ist der Aufstieg auf den massiven Glockenturm. Von dort aus hat man einen spektakulären 360-Grad-Panoramablick.
Man sieht die roten Ziegeldächer der Altstadt, die sich wie ein Labyrinth unter einem ausbreiten, sowie in der Ferne das Panorama der Neustadt mit ihren hoch aufragenden Wohntürmen.
Das beeindruckendste Panorama bietet jedoch der Naturpark Ria Formosa. Das geschützte Lagunensystem mit seinen Salzwiesen und Sandbänken liegt der Stadt direkt zu Füßen und bildet einen starken Kontrast zur urbanen Architektur.
verziert mit vergoldeten barocken Holzschnitzereien
Besonders sehenswert ist die barocke Orgel im Chinoiserie-Stil mit ihren seltenen asiatischen Motiven. Sie wurde in den Jahren 1715/16 vom deutschen Orgelbauer Arp Schnitger gebaut.
Der Hauptaltar ist im klassizistischen Stil gehalten.
Vom Largo da Sé aus geht es weiter zum Praça de Dom Afonso III, der sich auf der Rückseite der Kathedrale anschließt. In der Mitte des Platzes befindet sich eine Statue des portugiesischen Königs Dom Afonso III.
König Dom Afonso III. (1210–1279) war der fünfte König von Portugal. Mit der Eroberung der Algarve im Jahr 1249 schloss er die Reconquista, die Rückeroberung aus arabischer Herrschaft, ab. Er gilt als bedeutender Reformer, da er erstmals Vertreter des Volkes in die Ständeversammlung (Cortes) berief und die Hauptstadt des Reiches im Jahr 1256 von Coimbra nach Lissabon verlegte.
Arco do Repouso
Verlässt man den Praça de Dom Afonso III über die Rua do Repouso, gelangt man direkt zum Arco do Repouso.
Der Arco do Repouso ist eines der ältesten mittelalterlichen Stadttore Faros und bildet einen der wichtigsten Zugänge zur historischen Altstadt, der sogenannten Vila Adentro. Seinen Namen, der übersetzt „Bogen der Ruhe“ bedeutet, verdankt das Bauwerk einer Legende: König Afonso III. soll hier nach der Eroberung der Stadt im Jahr 1249 eine Rast eingelegt haben.
Die Architektur des Tors ist durch zwei massive Verteidigungstürme aus maurischer Zeit geprägt, in deren Inneren sich heute eine kleine Kapelle aus dem 18. Jahrhundert befindet.
Es geht wieder durch den Bogen zurück und dann gleich rechts in die Rua Rasquinho.
Nach etwa 90 Metern eröffnet sich durch einen majestätischen Steinbogen, der mit einem grünen gußeisernen Gittertor verschlossen ist, der Blick in einen wunderschönen Gartenhof. Die private Anlage gehört zu einer Villa aus dem 19. Jahrhundert und zeugt von der arabischen Vergangenheit der Region.
Läuft man weiter auf der Rua Rasquinho, so gelangt man nach 120 Metern wieder zurück zum Arco da Vila und durch ihn hindurch auf den Platz Jardim Manuel Bivar am Jachthafen.
Sonnenuntergang am Jachthafen
Mit einem Sonnenuntergang am Jachthafen enden der Tag in Faro und die Heilreise auf dem Fischerpfad in Portugal.