Manpo-kei

Dr. med. Claudia Twerenbold klärt auf

Als 1964 die olympischen Sommerspiele in Tokio stattfanden, brachte die japanische Firma Yamasa einen Schrittzähler auf dem Markt. Sie nannten ihn Manpo-kei, was so viel heißt, wie 10000-Schritte-Zähler. Aus seiner Begrenzung, nur bis 10000 zählen zu können, machte die Firma eine Marketing-Kampagne. So behaupteten sie, dass es der Gesundheit dienlich sei, wenn man pro Tag 10000 Schritte gehe, ohne jedoch auf eine wissenschaftliche Studie zu verweisen.

Später veröffentliche wissenschaftliche Studien kommen zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Zwei aus den Jahren 2011 und 2019 fanden heraus, dass bereits 7500 Schritte ausreichend sein sollen. Eine dritte aus dem Jahr 2004 favorisiert 15000 bis 18000 Schritte pro Tag (vgl. macwelt.de). Entscheidend für die gesundheitliche Wirkung sind nicht alleine die Anzahl der Schritte, sondern auch die Intensität, in der sie gelaufen werden.