Fusion For Future

Vor fast drei Jahren, am 19. Januar 2018, Stunden vor seinem 13. Geburtstag, verschmolz Jackson Oswalt zwei Deuterium-Atome in einem Fusor, den er im Spielzimmer seines Elternhauses in Memphis, Tennessee, USA, gebaut hatte. Seine beeindruckende Leistung wurde vom Open Source Fusor Research Consortium und vom Fusionsforscher Richard Hull bestätigt, der eine Liste von Amateurwissenschaftlern führt, die zu Hause eine Fusion erzielt haben.  Als jüngste Person der Welt auf dieser Liste erhielt Jackson damit einen Eintrag in das Buch der Guinness World Records 2021.

Jackson Oswalt über seine Forschungsarbeit

Anstatt die Energie aus der Spaltung von Atomkernen zu gewinnen, wird sie in einem Fusionsreaktor durch das Verschmelzen von Atomkernen erzeugt. Die grundlegenden Probleme bestehen darin, den Prozess zu starten und anschließend unter Kontrolle zu halten. Insbesondere soll er mehr Strom produzieren, als man zu seinem Start benötigt. Im folgenden Video wird erklärt, wie eine Kernfusion in den großen staatlichen Versuchsprojekten, wie z.B. im chinesischen Reaktor Künstliche Sonne, funktioniert.

Wie funktioniert die chinesische Künstliche Sonne?

Das Oxford-Startup First Light Fusion verfolgt einen neuen Ansatz. Anstelle eines ringförmigen Beschleunigers wird der für die Fusion nötige Druck durch einen Zusammenprall von Projektilen erzeugt. Bereits 2012 zeigten die britischen Forscher, dass dies möglich ist. Bis 2025 wollen sie nun einen Prototypen bauen, der mehr Strom erzeugt, als zum Start des Prozesses benötigt wird. Ein Vorteil des neuen Ansatzes besteht darin, dass der Reaktor wesentlich kleiner und weniger aufwendiger ausfallen kann als die großen staatlichen Versuchsreaktoren.  Ein weiteren Vorteil ist die Unabhängigkeit und Beweglichkeit eines kleinen Startup (44 Mitarbeiter im November 2020). Der Vorstandsvorsitzende Dr. Nick Hawker sagt dazu: „Wir haben keine Bürokratie, und das erlaubt uns, schneller zu sein.“ (zitiert nach: stern)

First Light Fusion