The Roads Are Alive

„The Doors“ – The Roads Are Alive (2021)
Lost Tapes Of The 27 Club

Das Projekt Lost Tapes Of The 27 Club einer Organisation für psychische Gesundheit namens Over the Bridge verwendete Googles Magenta AI und generierte aus Songs von Musikern des sogenannten Club 27 ein neuronales Netz, um daraus neue Stücke zu erzeugen. Zum Club 27 zählen eine Reihe bekannter Blues- und Rockmusiker, die infolge ihres Drogenkonsums nur 27 Jahre alt wurden: Brian Jones, Jim Morrison, Jimi Hendrix, Janis Joplin, Curt Cobain und Amy Winehouse.

Exemplarisch sei hier ein mithilfe jenes neuronalen Netzes generierter Song der Doors mit ihrem Sänger Jim Morrison vorgestellt: The Roads Are Alive.

Weitere Titel anderer Musiker des Club 27 findet man auf Youtube:

Ein toter Parkplatz übersät mit Blicken
Mit jedem Kuss, der tief im Herzen brennt
Weißt du nicht, dass du nur mir gehörst
Heul nur, doch die Straßen sind lebendig
Heul nur,
Heul nur,
Heul nur,
Heul nur

(Refrain aus: The Roads Are Alive - Übersetzung: Rolf Krane)

Jim Morrison starb vor 50 Jahren am 3. Juli 1971 an einer Drogenüberdosis.

The Doors – L.A. Woman (1971)
Ich sehe wie dein Haar brennt
Deine Hügel sind in Flammen
Wenn sie sagen, ich hätte dich nie geliebt
Weißt du, dass sie Lügner sind
Auf deinen Autobahnen
Nachts in Deinen Gassen
Bullen-Autos, Oben-ohne-Bars
Nie sah ich eine Frau
So allein,
So allein,
So allein,
So allein

(aus: L.A. Woman - Übersetzung: Rolf Krane)
Jim Morrison über „Warum Fett schön ist“

Die Gesetze der Physik

Kapitän Jan Fortun klärt auf
(Mein Schiff Flotte, TUI Cruises)

Auch wenn es der Wind war, der die Ever Given um den Anker tänzeln ließ und damit die Fantasien von Männern anregte, so war es doch die Ufersogwirkung (Bank Suction Effect), die das monströse Schiff im Suez-Kanal quergestellt hat. Wie das geschehen konnte, beschreibt der Artikel Was die „Ever Given“ wirklich quergelegt hat im Tagesspiegel vom 29. März 2021.

Eine Erklärung des Effektes
(bekannt seit 1934)

Die Gefahr einer Kollision mit dem Ufer wächst mit stärkeren Seitenwinden sowie mit höherer Geschwindigkeit, grösserer Seitenfläche und Massenträgheit des Schiffes.

Die einzig logische Konsequenz aus dieser Analyse ist, dass man Monsterschiffen wie der Ever Given verbieten müsste, den Suez-Kanal oder auch die Elbe zu befahren, wenn man die Wasserstraßen nicht durch eine Verbreiterung und Vertiefung des Flussbettes sicherer machen möchte.

Bank Suction Effect
Ufersogwirkung auf einen Badestrand

Mit dem Bügeleisen durchs Weltall

In Deutschland wurde der mRNA-Impfstoff entwickelt. Die USA machen daraus eine Erfolgsgeschichte für ihre Nation.

Raumpatrouille Orion
Episode 1 – Angriff aus dem All
Erstsendung: 17. September 1966

In Deutschland wurde die erste Fernsehserie über die phantastischen Abenteuer eines Raumschiffes und seiner Besatzung entwickelt: Raumpatrouille Orion. Der Erfinder der Serie, Rolf Honold, legte das Konzept bereits 1962 bei der Bavaria vor.

Was heute noch wie ein Märchen klingt, kann morgen Wirklichkeit sein.
Hier ist ein Märchen von übermorgen: Es gibt keine Nationalstaaten mehr. Es gibt nur noch die Menschheit und ihre Kolonien im Weltraum. Man siedelt auf fernen Sternen. Der Meeresboden ist als Wohnraum erschlossen. Mit heute noch unvorstellbaren Geschwindigkeiten durcheilen  Raumschiffe unser Milchstraßensystem. Eins dieser Raumschiffe ist die  ORION. Winziger Teil eines gigantischen Sicherheitssystems, das die Erde vor Bedrohungen aus dem All schützt. Begleiten wir die ORION und ihre Besatzung bei ihrem Patrouillendienst am Rande der Unendlichkeit...
(Vorspann: Raumpatrouille)

Erst im darauffolgenden Jahr 1963 soll Gene Roddenberry sein Konzept für Star Trek der Produktionsforma Metro-Goldwyn-Mayer vorgestellt haben (vgl. Orionspace.de).

Star Trek – Anfang der ersten Episode
Erstsendung: 8. September 1966
Der Weltraum: die letzte, größte Herausforderung. Dies sind die Reisen des Raumschiffs Enterprise. Seine fünfjährige Mission: fremde neue Welten zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen zu suchen, mutig dorthin zu gehen, wo noch niemand zuvor gewesen ist.
(Original-Vorspann: Star Trek)

In beiden Serien gibt es keine Nationalstaaten mehr. Die Besatzungen sind international. Sie ernähren sich mithilfe von Essens-Replikatoren, trinken gerne Alkohol, tragen hypermoderne Kleidung, fliegen ohne sich anzuschnallen und bekämpfen ihre Gegner mit Energiestrahlen aus Handfeuerwaffen.  Beide Kommandanten, Major Cliff Allister McLane und Captain James T. Kirk, sind Herzensbrecher und Querköpfe, die sich gelegentlich über die Befehle ihrer Vorgesetzten hinwegsetzen.

Hat Roddenberry von Honold abgeschrieben oder waren die 60er Jahre reif für derartige Serien?

Jedenfalls wurden beide Serien etwa zeitgleich produziert und ausgestrahlt. Der Dreh des ersten (nicht vorab ausgestrahlten) Pilotfilms von Star Trek startete am 12. Dezember 1964. Drei Monate später, am 15. März 1965, begannen die Dreharbeiten für die Besatzung der Orion VII. Am 8. September 1966 lief Star Trek im U.S.-amerikanischen Fernsehen an und nur neun Tage später, am 17. September, flog die Orion erstmals über deutsche Bildschirm. Bis zum Ende der Serie im Herbst 1966 wurde jede Episode von etwa der Hälfte aller deutschen Fernsehzuschauer gesehen, eine nationale Erfolgsgeschichte.

Hasso am Leitstand mit Bügeleisen

Während die Raumpatrouille der 60er Jahre nach sieben Episoden eingestellt wurde, entwickelten die Amerikaner aus Star Trek eine dauerhafte internationale Erfolgsserie.

Vor drei Tagen kündigte das Branchenmagazin Variety eine Neuauflage der Raumpatrouille an. Die Serie soll ORION heißen und von Uncharted Territory und der Bavaria Fiction produziert werden. In der Ankündigung von Variety am 2. März 2021 liest man:

 "Orion" präsentiert eine vom Klimawandel verwüstete Welt, in der sich die neuen Rekruten des in die Jahre gekommenen Raumkreuzers Orion - darunter die Kampfpilotin aus einer Flüchtlingsfamilie und der Enkel des inzwischen legendären ehemaligen Kommandanten McLane - während der Ausbildung zusammenraufen müssen, als sie plötzlich zur Zielscheibe in einem erbarmungslosen Krieg um Ressourcen von fernen Planeten werden.
 "Wir werden das Thema des erhöhten Wasserspiegels aus der Originalserie einen Schritt weiterführen und die tatsächlichen Auswirkungen des Klimawandels zeigen", so Volker Engel von Uncharted Territory. "Wir wollen in unseren Geschichten vermitteln, dass Umweltschutz in Zukunft nicht nur eine Frage der Politik ist, sondern das einzige Mittel, um das Überleben der Menschheit zu sichern. Wir denken, dass es nicht umsonst Science-Fiction heißt." 
(Übersetzung: deepl.com/translator)

Die Zeit ist überreif für diese Fortsetzung: Raumpatrouille for Future.