»No Two Alike«

Der aus Seattle stammende Nathan Myhrvold und einstmalige Chief Technical Officer von Microsoft hat die vregangenen 18 Monate damit verbracht, eine spezielle hochauflösende und gekühlte Kamera zu entwickeln, um damit Schneekristalle zu fotografieren (mehr dazu in: artnet news). Die ersten Bilder hat er nun auf seiner Website »No Two Alike« veröffentlicht und in seinen Galerien in Seattle, Las Vegas, New Orleans und La Jolla (San Diego) ausgestellt.

Snow Crystal Photo-Micrograph
W. A. Bentley, Nashville (Jericho), Vermont, c. 1890s
Fairbanks Museum and Planetarium
 

Damit tritt Myhrvold in die Fußstapfen seines Landsmannes Wilson A. Bentley (1865 – 1931), einem Farmer aus Vermont, der 1931 das erste Buch Snow Crystals mit Fotos von Schneekristallen veröffentlicht und dafür ebenfalls eine spezielle Aufnahmetechnik entwickelt hatte.

Zuvor hatte Myhrvold 2016 eine fünfbändige Enzyklopädie über Brot mit über 2500 Seiten, über 5000 Fotos und mehr als 1200 Backrezepten herausgegeben: Modernist Bread. Die gebundene Gesamtausgabe in deutscher Sprache kann man bei Amazon für 525 Euro erwerben.

Modernist Bread Book railer

Vorausgegangen war im Jahr 2011 ein ebenso umfangreiches und teures fünfbändiges Werk über das Kochen: Modernist Cuisine: The Art and Science of Cooking (nur in Englisch verfügbar). In einem TED-Vortrag aus dem Jahr 2011 berichtet er über jenes Projekt und die besonderen Herausforderungen, die sich beim Fotografieren und Filmen der Kochvorgänge gestellt hatten, nachdem er sich zum Ziel gesetzt hatte, Querschnitte durch Kochtöpfe und Grills aufzunehmen.

Nathan Myhrvold: Teile dein Essen in zwei Hälften

Es würde mich nicht wundern, wenn Myhrvold in den kommenden Jahren ein mehrbändiges Werk über Wasser, unser Grundnahrungsmittel, herausgibt, in dem das Thema Schneekristalle einen eigenen Band umfasst.

Bernies Fäustlinge

Dress to Impress

Deutschland befindet sich in einer brisanten Wetterlage zwischen Schneechaos und Frühlingshauch. In den letzten Tagen deutet sich jedoch ein Trend an, in dem sich die von Norden kommende Kaltfront Anfang Februar durchsetzen könnte.

Zwischen Schneechaos und Frühlingshauch (25.1.2021)

Auch wenn es nicht so kalt wie in Vermont werden sollte, so habe ich doch Bernies Fäustlinge als Anregung genommen, mich gestern nach einer warmen Mütze und Fäustlingen umzusehen, die meinem modischen Geschmack entsprechen, aus nachhaltigen Materialien von traditionellen europäischen Handwerksunternehmen hergestellt werden, ihre regionale Stricktradition erhalten und über einen eigenen Webshop verfügen.

Die Gotland Kalk Fäustlinge habe ich bei Öjbro Vantfabrik aus Ulricehamn in Schweden bestellt. Es handelt sich um vierlagige Fäustling aus 100% Merinowolle im Design Gotland, das inspiriert ist von den Gotland-Ponys aus Lojsta hed. Die faszinierende Geschichte der Gotland-Ponys ist voller Mythen. Ausgrabungen haben ergeben, dass sie bereits in der Steinzeit vor 5000 Jahren auf Gotland lebten und sich ihrem Lebensraum in der bewaldeteh Heide ideal angepasst haben. Aufgrund ihres kleinen und kräftigen Wuchs werden sie auch Waldböcke genannt.

Die Designerin Åse Öjbro, Gründerin der Fabrik, hat mit Fäustlingen angefangen. Bevor sie Wolle als Ausdrucksform ihrer Kunst wählte, war sie als Malerin aktiv. Sie hat das dekorative Pferdemuster Gotland Kalk Fäustlinge auf der Oberseite des Fäustlings gestaltet. Es zeigt eine Herde laufender Gotland-Ponys in der Heide. Das zweifarbige Bündchen stellt die Baumstämme dar.  Das Muster ist in traditionellen Farben gestaltet.

Gotland Kalk Fäustlinge

Den Crochet Turn Up Hat habe ich bei Erin Knitwear aus Ballincollog in Irland bestellt. Die Mütze ist aus 100% Schafwolle gehäkelt und besitzt ein Fleecefutter für zusätzliche Wärme und Komfort.

Handstricken ist, wie das Weben, ein Handwerk, das tief im Leben der irischen Landbevölkerung verwurzelt ist. Handgestrickte Pullover, Mützen, Strümpfe, Hosen und Schals waren einst weit verbreitet. Am längsten hat sich die Cottage-Industrie der irischen Handstrickwaren entlang der Westküste gehalten. Die meisten Strickmuster wurden nie aufgeschrieben, sondern in den Familien weitergegeben. Einige der verflochtenen Muster sind auf alten irischen Steinen und Kreuzen zu finden. Es ist überliefert, dass ein Fischer, der auf See ertrunken war und weit von zu Hause an Land gespült wurde, anhand des Musters seines Pullovers identifiziert werden konnte.

Der Crochet Turn Up Hat ist im schlichten Moosstich gehäkelt. Er repräsentiert den Reichtum des Fischervolkes und des armen Mannes. Gefärbt ist die Mütze in Oatmeal (Haferflocken), das Stirnband in Chocolate (Schokolade).

Nun warte ich darauf, dass die Artikel rechtzeitig bei mir Anfang Februar ankommen.

Women Matter

WOMAN | Trailer
(geplant ab 10. Dezember 2020 im Kino)

„2000 Frauen aus 50 Ländern in über 30 Sprachen wurden für das Filmprojekt „Woman“ interviewt. Den Regisseuren Anastasia Mikova und Yann Arthus-Bertrand gelingt dabei etwas einmaliges: Ein intimes Porträt derjenigen, die die Hälfte der Menschheit ausmachen.“
(aus: titel thesen temperamente)

Titellied: No More Fight Left In Me

No More Fight Left In Me
Imany

Kein Kampf mehr in mir

Ich habe alles aufgegeben,
ich habe eure Kinder erzogen.
Ich schwamm gegen den Strom,
ich ging über alle Berge.

Was will ich von mir?
Ist es meine Seele,
ist es mein Körper?
Was ist es, das ich tun muss,
damit ihr mich endlich freilasst?

Ich bin eure Tochter,
eure Frau und Mutter.
Ich bin eure Schwester,
ich bin eure Geliebte
Ich bin eure Tochter,
eure Ehefrau und Mutter
Ich bin kein Feigling,
ich bin ein Kämpfer,
ich will die Macht,
die ihr mir genommen habt.

Ich werde nicht verstanden,
und das macht mich einsam
Ich bin kein Dummkopf,
ihr sollt nur wissen,
dass ihr mich braucht.

Ich habe keinen Kampf mehr in mir,
ich will, dass ihr
nicht mehr meine Feinde seid,
ich will, dass ihr
mich einfach ich selbst sein lasst.

(Lyrics: © Imany & Anne Sophie Versnaeyen,
Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator – kostenlose Version)

Bildband und Buch zum Film:
Woman: Was wir erleben, träumen, hoffen. Fotografien und Porträts zu Frauen der Welt.

Vaticano 2020

Weitere Fotos in www.krane.photography

Das Foto entstand bei einem Besuch des Vatikans am 28. August 2020. Italien war in diesem Sommer wahrscheinlich eines der Länder in Europa, wo die Ansteckungsgefahr am geringsten war.

Seit Ende August haben aber auch dort die Infektionen wieder zugenommen, insbesondere in Rom so wie auch in vielen anderen Hauptstädten Europas: Madrid, Paris, London, Prag, Budapest, Wien, Ansterdam und Berlin. Der Virus hatte seit dem Frühjahr genügend Zeit, um flächendeckend in alle Regionen und Altersgruppen zu diffundieren. Dort wo die Bevölkerungsdichte am größten ist, kommt es jetzt am ehesten wieder zu unkontrollierbaren Ausbrüchen.

Bleiben wir also weiter wachsam. Das Tragen einer Maske, Abstand halten und Händewaschen sind alles was wir machen können, um uns zu schützen, solange kein wirksamer und verträglicher Impfstoff verfügbar ist.

Siehe auch: Urbi et Orbi