Archiv der Kategorie: Heilungszeremonien

Women Matter

https://youtu.be/Iu7AbNaKFqc
Kamala Harris erste Rede als gewählte Vizepräsidentin
WOMAN | Trailer
(geplant ab 10. Dezember 2020 im Kino)

„2000 Frauen aus 50 Ländern in über 30 Sprachen wurden für das Filmprojekt „Woman“ interviewt. Den Regisseuren Anastasia Mikova und Yann Arthus-Bertrand gelingt dabei etwas einmaliges: Ein intimes Porträt derjenigen, die die Hälfte der Menschheit ausmachen.“
(aus: titel thesen temperamente)

Titellied: No More Fight Left In Me

No More Fight Left In Me
Imany

Kein Kampf mehr in mir

Ich habe alles aufgegeben,
ich habe eure Kinder erzogen.
Ich schwamm gegen den Strom,
ich ging über alle Berge.

Was will ich von mir?
Ist es meine Seele,
ist es mein Körper?
Was ist es, das ich tun muss,
damit ihr mich endlich freilasst?

Ich bin eure Tochter,
eure Frau und Mutter.
Ich bin eure Schwester,
ich bin eure Geliebte
Ich bin eure Tochter,
eure Ehefrau und Mutter
Ich bin kein Feigling,
ich bin ein Kämpfer,
ich will die Macht,
die ihr mir genommen habt.

Ich werde nicht verstanden,
und das macht mich einsam
Ich bin kein Dummkopf,
ihr sollt nur wissen,
dass ihr mich braucht.

Ich habe keinen Kampf mehr in mir,
ich will, dass ihr
nicht mehr meine Feinde seid,
ich will, dass ihr
mich einfach ich selbst sein lasst.

(Lyrics: © Imany & Anne Sophie Versnaeyen,
Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator – kostenlose Version)

Bildband und Buch zum Film:
Woman: Was wir erleben, träumen, hoffen. Fotografien und Porträts zu Frauen der Welt.

»Wirf ab, Herz, was dich kränket«

Gottfried Kinkel
* 11. August 1815 in Bonn-Oberkassel
† 13. November 1882 in Zürich
Ein geistlich Abendlied

Es ist so still geworden,
Verrauscht des Abends Wehn,
Nun hört man allerorten
Der Engel Füße gehn,
Rings in die Thale senket
Sich Finsternis mit Macht –
Wirf ab, Herz, was dich kränket
Und was dir bange macht!

Es ruht die Welt im Schweigen,
Ihr Tosen ist vorbei,
Stumm ihrer Freude Reigen
Und stumm ihr Schmerzenschrei.
Hat Rosen sie geschenket,
Hat Dornen sie gebracht –
Wirf ab, Herz, was dich kränket
Und was dir bange macht!

Und hast du heut gefehlet,
O schaue nicht zurück;
Empfinde dich beseelet
Von freier Gnade Glück.
Auch des Verirrten denket
Der Hirt auf hoher Wacht –
Wirf ab, Herz, was dich kränket
Und was dir bange macht!

Nun stehn im Himmelskreise
Die Stern‘ in Majestät;
In gleichem festem Gleise
Der goldne Wagen geht.
Und gleich den Sternen lenket
Er deinen Weg durch Nacht –
Wirf ab, Herz, was dich kränket
Und was dir bange macht!

Autor: Gottfried Kinkel (1873)
Quelle: lyrik123.de

Gottfried-Kinkel-Grundschule

Mein erstes Enkelkind ist heute an der Gottfried-Kinkel-Schule in Bonn Oberkassel eingeschult worden.

Heilung

Heilung – Norupo
(Les Menhirs de Monteneuf – Frankreich)

ᚠ – Fe
Reichtum ist eine Quelle der Zwietracht unter den Angehörigen
Der Wolf lebt im Wald
ᚢ – Ur
Unrat kommt von schlechtem Eisen
Rentiere rennen oft über den gefrorenen Schnee
ᚦ – Thurs
Riesen verursachen Frauen Qualen
Unglück macht wenige Männer froh
ᚬ – As
Die Flussmündung ist der Weg der meisten Reisen
Eine Scheide umfasst Schwerter
ᚱ – Reidh
Reiten gilt als das Schlimmste für Pferde
Reginn schmiedete das feinste Schwert
ᚴ – Kaun
Geschwüre sind für Kinder tödlich
Der Tod macht einen Leichnam blass
ᚼ – Hagall
Hagel ist das kälteste Getreide
Christus schuf die Welt von einst
ᚾ – Naudhr
Zwang lässt kaum eine Wahl
Ein nackter Mann wird durch den Frost gekühlt
ᛁ – Isa
Eis nennen wir die breite Brücke
Der Blinde muss geführt werden
ᛅ – Ar
Vieles ist ein Segen für die Menschen
Ich sage, dass Frodi großzügig war
ᛋ – Sol
Die Sonne ist das Licht der Welt
Ich verneige mich vor dem göttlichen Los
ᛏ – Tyr
Tyr ist ein einhändiger Gott
Oft muss der Schmied blasen
ᛒ – Bjarkan
Die Birke hat von allen Sträuchern die grünsten Blätter
Loki hatte Glück mit seinem Betrug
ᛘ – Madhr
Der Mensch ist gemacht aus Staub
Groß ist die Klaue des Falken
ᛚ – Logr
Ein Wasserfall ist ein Fluss, der von einem Berghang fällt
Die Verzierungen sind aus Gold
ᛦ – Yr
Die Eibe ist im Winter der grünste aller Bäume
Sie knistert leicht, wenn sie brennt

(Text © Christopher Juul, Kai Uwe Faust, Maria Franz –
Übersetzung aus dem Englischen: Rolf Krane)

Norupo basiert auf einem Gedicht, das als norwegisches Runengedicht bekannt ist. Es blieb in einer Kopie aus dem 17. Jahrhundert eines heute verlorenen Manuskripts aus dem 13.Jahrhundert erhalten und enthält eine vollständige Beschreibung aller sechzehn Runen des jüngeren Futhark.

Die Runen des jüngeren Futhark
Wikimedia Commons)

Auf das Futhark bezieht sich das aktuelle Album von Heilung mit dem Titel Futha, aus dem der Titel Norup 2020 als Single ausgekoppelt wurde. Nachdem Ihr Debüt-Album Ofnir aus dem Jahr 2015 und Ihr Live-Album LIFA (Castlefest 2017) die männliche Seite der Band zum Ausdruck brachte, kommt in ihrem neuen Album Futha die weibliche Seite zum Tragen, die Leben spendende, aber auch wilde, weiblich Urkraft und ihre innewohnende Magie. So dominieren nun auf Futha die weiblichen Stimmen.

Typisch für die männliche Seite der Band ist der Titel Hakkerskaldyr, im Video live auf dem Castlefest 2017, ein Kriegsgesang und Tanz, vergleichbar mit einem Haka, dem rituellern (Kriegs-)Tanz der Māori

Heilung – Hakkerskaldyr  (Schildformation)
(LIFA, live auf dem Castlefest 2017)

He! Ihr Männer!
Hört unsere Stimmen!
Hört uns jetzt zu:
In Euren Händen ist der Tod
Euer Volk werden wir abschlachten
Und keine Gnade wird gewährt
Furchtlos sind wir
Der Tod bringt uns zum Lachen
Krieg ist, was wir wollen
Ihr sterbt!
In dieser Schlacht werdet Ihr sterben.

(Text © Christopher Juul, Kai Uwe Faust –
Übertragung aus dem Englischen: Rolf Krane)

In einem Interview mit dem Magazin Revolver spricht Kai Uwe Faust, der Sänger mit dem tiefen Kehlgesang, über das Bestreben der Band, die alten Götter am Leben zu erhalten, und sagt:
„Wir versuchen, uns in die Köpfe der Menschen von vor 2.000 Jahren zu versetzen. Wir machen Rhythmen auf Knochen, Schädeln, Waffen.“

In den Untertexten zu ihren Youtube-Videos schreibt die Band Heilung:
„Heilung ist Geschichtsverdichtung (facebook: Amplified History) aus dem frühmittelalterlichen Nordeuropa und sollte nicht mit einer modernen politischen oder religiösen Aussage irgendwelcher Art verwechselt werden.“

Heilung – Lifa Eröffnungszeremonie

»Denk daran, dass wir alle Brüder sind, alle Menschen, Tiere, Bäume und Steine und der Wind. Wir alle stammen von dem einen großen Wesen ab. Das war immer da, bevor wir Menschen lebten und ihnen einen Namen gaben, bevor der erste Samen aufgegangen ist«

Heilung (Text aus der LIFA Eröffnungszeremonie)
(Übersetzung: Rolf Krane)

Seit einigen Jahren haben Gruppen wie Heilung ein Millionenpublikum:

Offenbar wecken sie in ihrer jungen Hörerschaft eine tiefe Sehnsucht nach Heilung durch eine Wiederbelebung der Wurzeln unserer nordeuropäischen Kultur. Entwickelt sich aus dieser Musik eine neue gegenkulturelle Bewegung, so wie aus der Rockmusik der 60-er Jahre die Hippie-Kultur hervorging?

Jonna Jinton – Vargsången (Wolfslied, Nordisches Schlaflied)

Die Zeit ist gekommen, uns mit den positiven und heilenden Kräften unserer Ahnen zu verbinden. Nur mit ihrer Unterstützung wird es uns gelingen, einen Weg aus der globalen Pandemie und Klimakrise zu finden. Im Kampf für eine Zukunft unserer Kinder und Enkel können wir nur erfolgreich sein, wenn wir uns ganz einbringen, mit Körper und Seele, mit Herz und Verstand.

»Turn! Turn! Turn!«

Turn! Turn! Turn! – Ilse de Lange
De Stadskerk Groningen (5. April 2020)

Für Alles Kommt Die Zeit

Für alles Tun
Glaub, glaub, glaub
Auf dieser Welt
Glaub, glaub, glaub
Kommt die Zeit, wenn es dem Himmel so gefällt

Die Zeit der Fülle, die Zeit der Not
Die Zeit der Sorge um’s tägliche Brot
Die Zeit zum Speisen, die Zeit zum Fasten
Die Zeit zum Schaffen, Zeit zum Rasten

Für alles Tun
Glaub, glaub, glaub
Auf dieser Welt
Glaub, glaub, glaub
Kommt die Zeit, wenn es dem Himmel so gefällt

Die Zeit der Saat, der Erntezeit
Die Zeit des Danks, dass es soweit
Die Zeit zum Schweigen, die Zeit zum Reden
Die Zeit zum Singen, Zeit zum Beten

Die Zeit zum Lachen, die Zeit zum Leiden
Die Zeit zum Kuss, die Zeit zum Scheiden
Die Zeit zum Nehmen, die Zeit zum Geben
Die Zeit zum Sterben, Zeit zum Leben

Für alles Tun
Glaub, glaub, glaub
Auf dieser Welt
Glaub, glaub, glaub
Kommt die Zeit, wenn es dem Himmel so gefällt

Die Zeit der Furcht, die Zeit zum Mut
Die Zeit, die weit von Bös‘ und Gut
Die Zeit zum Frieden nach all dem Leid
Denn Streit und Friede hat seine Zeit

Für alles Tun
Glaub, glaub, glaub
Auf dieser Welt
Glaub, glaub, glaub
Kommt die Zeit, wenn es dem Himmel so gefällt
Kommt die Zeit, wenn es dem Himmel so gefällt
Glaub

(Text und Musik: © 1950 Peter Seeger -Turn! Turn! Turn!
Übersetzung: © 1963 Max Colpet – für Marlene Dietrich)