Schutzpatronin der Gebärenden

Heilige Margarete – Raffael (um 1518)
Wikimedia Commons

Die Heilige Margareta von Antochia (auch mit Margaretha, Margarethe, Margarete oder Marina bezeichnet) war eine christliche Märtyrin und lebte um die Wende vom dritten zum vierten Jahrhundert. Als Tochter eines heidnischen Priesters wurde sie von einer christlichen Amme erzogen. Nachdem sich Margareta zum Christentum bekannt hatte, denunzierte sie ihr eigener Vater beim Stadtpräfekten, der sie begehrte. Da sie ihn zurückwies, wurde sie gefoltert und ins Gefängnis geworfen. Dort erschien ihr ein riesiger Drachen, um sie zu verschlingen. Sie konnte sich jedoch mit einem Kreuz vor ihm schützen. Als sie ihn damit berührte, zerbarst das Ungeheuer. Da sie dem Leib des Drachen unversehrt entkommen war, gilt sie auch als Schutzpatronin der Gebärenden.

Margareta ist die einzige weibliche Heilige, die einen Drachen besiegte. Sie zählt zu den Vierzehn Nothelfern und den drei einzigen Frauen unter ihnen:

Margaretha mit dem Wurm,
Barbara mit dem Turm,
Katharina mit dem Radl,
das sind die drei heiligen Madl.

Volksmund aus: Drei heilige Frauen

Der Gedenktag der Heilige Margareta ist bei den Katholiken und Protestanten der 20. Juli, bei den Armeniern der 18. Juli und bei den Orthodoxen und Kopten der 17. Juli. In alten Kalendern findet sich auch der 13. Juli. Es ist der Tag, an dem die Bauern mit der Ernte begannen (siehe auch: Schnitterfest).

Die erste Birn‘ bringt Margaret‘,
dann überall die Ernt‘ angeht.

Bauernregel aus: Ökonomisches Heiligenlexikon
100 Meisterwerke – Heilige Margarete – Raffael
Kunsthistorisches Museum Wien

Seit vorgestern ist meine jüngste Tochter eine examinierte Hebamme. Ich bin sehr dankbar, glücklich und stolz, dass sie ihre Ausbildung unter den erschwerten Bedingungen ein Pandemie mit einem hervorragenden Ergebnis abgeschlossen hat. Ab November wird sie als Selbstständige und Kooperationspartnerin in einem Geburtshaus arbeiten.

Ruth Bader Ginsburg: Ihr letzter Wille

RGB: Ein Leben für die Gerechtigkeit
Dokumentation 2018

Ruth Bader Ginsburg, seit 27 Jahren oberste Richterin im Supreme Court der USA, starb gestern mit 87 Jahren im Kreis ihrer Familie.

Nur wenige Tage vor ihrem Tod, als ihre Kräfte nachließen, diktierte sie ihrer Enkelin Clara Spera diese Erklärung:

»Mein glühendster Wunsch ist, dass meine Richterstelle nicht besetzt wird, bevor ein neuer Präsident vereidigt ist.«

Ruth Bader Ginsburg (zitiert nach: Spiegel)

Sie hat es nicht mehr aus eigenen Kräften geschafft. Ihr fehlten nur noch 46 Tage.

Man kann davon ausgehen, dass Präsident Trump ihren letzten Willen nicht respektieren wird. Er wird alles daran setzen, sie aus wahltaktischen Gründen noch vor dem 3. November 2020 durch eine erzkonservative Richterin zu ersetzen. Eine Mehrheit der Konservativen im Obersten Gericht der USA wäre damit für die kommenden Jahre zementiert, in denen es um nichts weniger geht, als das Überleben der Menschheit.

Remembering Ruth Bader Ginsburg
New York Times News

»Excuse Me While I Kiss The Sky«

Heute vor 50 Jahren starb Jimi Hendrix im Alter von 27 Jahren. Er wäre heute 77 Jahre, so alt wie Mick Jagger.

Hendrix war ein genialer Gitarrist, der in wenigen Jahren die Rockmusik revolutioniert und die elektrische Gitarre neu erfunden hat. Neil Young sagte 1992 über ihn in der Laudatio bei der Aufnahme der Jimi Hendrix Experience in die „Rock and Roll Hall of Fame“: „Es gab keine Techniken, die man sich von Hendrix abschauen konnte, keine Akkorde, die ich wiedererkannte … Ich habe sie nur gefühlt und wollte auch so spielen können und habe mir geschworen, vielleicht kriege ich eines Tages etwas annähernd so Gutes hin.“

»Niemand kann ihm das Wasser reichen.«

Freddie Mercury (zitiert nach: web.de)
Jimi Hendrix – The Star-Spangled Banner
(Live at Woodstock 1969) 

Weltbekannt wurde Hendrix durch seinen legendären Auftritt in Woodstock zum Abschluss des Festivals und seine Interpretation der „Star Spangled Banner“. Durch seine Spielweise und den Einsatz von Effektgeräten überlagerte er die amerikanische Nationalhymne mit einer dröhnenden, an Bomber- und Maschinengewehrsalven erinnernden, Geräuschkulisse. Allgemein wurde seine Interpretation als akustisch musikalischer Protest gegen den Vietnamkrieg verstanden.

»Wir spielen sie entsprechend der Stimmung in Amerika, und die ist halt etwas aufgeladen.«

Jimi Hendrix (in der Dick Cavett Show, zitiert nach Berliner Zeitung)

Wie würde Jimi Hendrix wohl heute die amerikanische Nationalhymne interpretieren, wenn er noch unter uns wäre?

Zu seinem Gedenken eine Auswahl seiner bekanntesten Stücke, interpretiert von großartigen Musikern in ihrer eigenen, unverwechselbaren Art:

Willy DeVille – Hey Joe
(Live at The Olympia, 1993)
Orianthi – Voodoo Child
(Live at Skyville, 2016)
Robert Randolph – Purple Haze
Nigel Kennedy –
The Wind Cries Mary
(Live at The Proms Extra, 2015)
The Corrs – Little Wing
(Unplugged, 1999)

Kleiner Engel

Nun spaziert sie durch die Wolken
Mit ungezähmtem Zirkusgeist
Schmetterlinge und Zebras
Mondstrahlen und Märchen
Alles woran sie denkt, ist
Mit dem Wind zu reiten

Wenn ich traurig bin, kommt sie zu mir
Mit tausendfachem Lächeln
Verschenkt sie sich
Schon gut, sagt sie
Es ist in Ordnung
Nimm dir alles, was du von mir brauchst
Ganz gleich, was.

Fliege weiter, kleiner Engel
Oh ja, kleiner Engel

(Lyrik: © Jimi Hendrix – Übersetzung: Rolf Krane)

»Die Idee kam mir, als wir in Monterey waren und ich mir einfach alles um uns herum ansah. Also dachte ich mir, ich nehme alles, was ich hier sehe, und stelle es vielleicht in Form eines Mädchens dar, so etwas in der Art, wissen Sie, und nenne es Little Wing, und dann fliegt es einfach davon. Alle fliegen wirklich, und sie sind wirklich gut gelaunt, wie die Polizei und alle waren wirklich, wirklich toll da draußen.« (Jimi Hendrix, aus: Wikipedia)

EmGAmEmBm–B♭Am–CG–Fadd92
4 C
4
4 D
Pause
Little Wing – Chord-Progression
Smoke Rivers – Angel 
(Live at Home, 2018)
Jimi Hendrix Dokumentation: Hear My Train A Comin‘
(auf arte verfügbar bis zum 17.11.2020)

Triumpf der Dummheit

1933

»Was in Deutschland geschehen ist, ist das schlimmste Vorzeichen für die gesamte zivilisierte Welt. In den letzten hundertfünfzig Jahren hat der einzelne Deutsche mehr zur Förderung der Zivilisation beigetragen als der Einzelne in irgendeinem anderen Land; in der zweiten Hälfte dieses Zeitraums haben die Deutschen in ihrer Gesamtheit die Zivilisation ebenso wirksam entwürdigt. Gegenwärtig sind die angesehensten Namen in der Welt des Lernens immer noch Deutsche; die am meisten erniedrigte und brutalste Regierung ist ebenfalls deutsch. Von den einzelnen Deutschen, deren Arbeit dazu geführt hat, dass Deutschland respektiert wird, sind einige im Exil, andere im Verborgenen, und wieder andere sind verschwunden, ihr Schicksal ist unbekannt. Nach einigen Jahren Nazi-Herrschaft wird Deutschland auf das Niveau einer Gotenhorde sinken.«
aus: Bertrand Russel: The Triumph of Stupidity, 10. Mai 1933

1945

Köln 1945 (Foto: Pikist)

2016

»Was in Amerika geschieht, sollte die ganze Welt betreffen. In den letzten mehr als 250 Jahren haben sich die Amerikaner mehr als jedes andere Land für die Freiheit und die Rechte des Einzelnen eingesetzt. Während dieses Präsidentschaftswahlkampfes waren die Amerikaner jedoch ebenso erfolgreich darin, eben diese Konzepte zu zerstören. Gegenwärtig sind die angesehensten Intellektuellen der Welt immer noch Amerikaner. Aber eine der regressivsten Regierungen ist auch amerikanisch. Wenn jemand wie Donald Trump zum Präsidenten gewählt wird, wird sich Amerika auf nichts besseres reduzieren als die Tyrannenregierungen, derentwegen es gegründet wurde, um sich von ihnen zu trennen.«
aus: Alex Meyer: The Triumph of Stupidity (2016 Version), 5. Januar 2016

2020

Michigan – März 2020
Texas – Juli 2020
Kalifornien – September 2020

Übersetzungen mit Hilfe von www.DeepL.com/Translator
(kostenlose Version)

Sind Roboter die besseren Eltern?

Wolfsjunge – Raised by Wolves
Deutsche Erstausstrahlung ab heute auf TNT Serie

»Nachdem die Erde unbewohnbar geworden ist, gründen die Androiden Mutter und Vater mit menschlichen Embryonen eine neue Siedlung auf dem unwirtlichen Planeten Kepler-22b. Als ihnen zwölf Jahre später Anhänger des Mithraskults nachfolgen, ist von den Kindern nur noch „Sohn“ Campion am Leben. Um ihre Familie vor der Bedrohung durch die Mithraisten zu schützen, entwickelt Mutter ungeahnte Fähigkeiten.« (Text: TNT Serie)

Vater (Abubakar Salim) und Mutter (Amanda Collin)
Bild: TNT Film