Flieg ich durch die Welt

Flieg ich durch die Welt – City (2014)

Flieg ich durch die Welt
(Am Fenster 2)

Alles schon gemacht – alles schon getan
Alles bis ans Ziel gebracht
Auf- und abwärts wie die Achterbahn.

Alles schon gehört – alles schon geseh’n
Alles in der Hand gehabt, weggelegt,
Vergraben und versenkt.

Alles war auf Leerlauf eingestellt,
Dann kamst du –
Jetzt flieg ich durch die Welt.

Immer obenauf – immer mittendrin,
Immer alles mitgespielt,
Immer auf der Flucht nach nirgendshin.

Immer mit der Angst,
Dass man was versäumt,
Dass, das plötzlich alles war,
Abgeräumt, verschüttet, ausgeträumt.

Manchmal spürt man, wie die Zeit anhält.
Dann kamst du –
Jetzt flieg ich durch die Welt.

( Lyrik © 2002: Alexander Roesler)

Am Fenster

Einmal wissen dieses bleibt für immer
Ist nicht Rausch der schon die Nacht verklagt
Ist nicht Farbenschmelz noch Kerzenschimmer
Von dem Grau des Morgens längst verjagt

Einmal fassen tief im Blute fühlen
Dies ist mein und es ist nur durch dich
Nicht die Stirne mehr am Fenster kühlen
Dran ein Nebel schwer vorüber strich

Einmal fassen tief im Blute fühlen
Dies ist mein und es ist nur durch dich
Klagt ein Vogel, ach auch mein Gefieder
Näßt der Regen flieg ich durch die Welt

Flieg ich durch die Welt
Flieg ich durch die Welt
Flieg ich durch die Welt

(Lyrik © 1970: Hildegard Maria Rauchfuß)

Am FensterCity
(Berlin, Waldbühne 16 Mai 1996)

»Man muss die Steine, über die man schreibt, angefasst haben!«

Hildegard Maria Rauchfuß (zitiert nach: Stadt Leipzig)

It’s gone!

Kaum wurde der Monolith in Utah entdeckt, da ist er nach einer Woche schon wieder verschwunden. Alles, was von dem Objekt übrig blieb, war ein Dreieck, das sein Grundplatte oder seine Abdeckung hätte sein können.

In den letzten Tagen gab es einen regelrechten Ansturm auf den Monolithen, nachdem seine Position in Google Earth und Google Maps veröffentlicht worden war. Von einigen Youtubern wurde er auf Material und Bauweise untersucht.

Er wurde zusammengesetzt aus nicht-magnetischen Metallplatten, drei rechteckigen Seitenteilen und einer dreieckigen Abdeckung. Innen ist er hohl. Die Teile wurde mit Nieten an einer Innen-Konstruktion befestigt. Mit einer Steinsäge war ein passgenaues dreieckiges Loch in den Grund gefräst worden. Die verbleibenden Fugen waren mit Silikon geschlossen worden.

Zwei Wanderer waren die ersten, die das Verschwinden des Monolithen entdeckten. Sie kamen am Freitag, 27. November 20120 gegen 23:00 Uhr vorbei und wollten ein paar Fotos machen. Einer der beiden berichtete:

„Wir waren an einem hellen Lastwagen aus den frühen 2000er mit langer Ladefläche vorbeigekommen, auf der ein großen Gegenstand lag. Ich meinte noch: ‚Sieh mal. Das ist der Utah Monolith.'“.

Als sie an der Stelle ankamen, war er entfernt worden. Stattdessen war in den Sand geschrieben: „Bye Bitch“ und es sah so aus, als hätte jemand daneben uriniert.

Was für ein seltsames Ende dieses merkwürdigen Objektes!

2020: Odyssee in Utah

12 News – 24.11.2020

Das bizarre Objekt wurde von einer Hubschrauberbesatzung beim Zählen von Dickhornschafen am 18. November inmitten der roten Felsenwüste des Canyonlands-Nationalparks in Utah entdeckt. Bei der Untersuchung fanden die Wildhüter eine dreieckige Säule aus rostfreiem Stahl, die etwa dreieinhalb Meter aus dem Boden herausragt und passgenau in den Felsgrund eingelassen wurde. Bisher gibt es keine Erklärung dafür, wie der sogenannte Utah Monolith an diesem entlegenen Ort landete, der etwa einen Kilometer von der nächsten Straße entfernt ist.

Was für ein seltsames Ende dieses merkwürdiges Jahres!

2001: Odyssee im Weltraum (1968)

»Es deutet alles darauf hin, dass er absichtlich vergraben wurde.«

Filmzitat aus: 2001: Odyssee im Weltraum

Die Kunstszene vermutet, dass der Monolith in Utah ein Kunstwerk des US-amerikanischen Künstlers John McCracken sein könnte. Er hatte einige Jahre in Utah gelebt und bereits im Jahr 2008 eine ähnliche Säule geschaffen, der er den Titel Magic gab.

Sein Gallerist David Zwirner ist offenbar davon überzeugt. Jedenfalls nutzt er die Entdeckung, um auf Instagram Werbung für seine Gallerie in New York zu machen.

Obwohl die Parkbehörden die Position geheim hielten, wurde der Monolith bald darauf in Google Earth und Google Maps lokalisiert. Aufgrund von Satelliten-Aufnahmen in Google Earth kann man eingrenzen, dass der Monolith zwischen dem 18. August 2015 und dem 21. Oktober 2016 aufgestellt worden sein musste.

Quellle: H.I. Sutton

Aber wie könnte er dann von John McCracken stammen, der bereits im Jahr 2011 gestorben ist?

Der Traum ist aus

Der Traum ist aus – Rio Reiser
(30.10.1992, Berlin-Weißensee)

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Ich hab‘ geträumt, die Krise wär vorbei
Du warst hier und wir waren frei
Und die Morgensonne schien
Alle Türen waren offen,
die Krankenhäuser leer
Es gab keine Masken
und keinen Abstand mehr
Das war das Paradies

Der Traum ist ein Traum zu dieser Zeit.
Doch nicht mehr lange, mach dich bereit.
Für den Kampf um’s Paradies.
Wir hab’n nichts zu verlier’n
außer uns’re Angst
Es ist uns’re Zukunft, unser Land.
Gib mir deine Liebe, gib mir deine Hand.

(© Lyrik: Rio Reiser 1972,
Variante: Rolf Krane)