Die Viren-Fabriken

Immer mehr Forscher warnen vor mehr Tierkrankheiten beim Menschen. Die Apotheken-Umschau fasst die Ergebnisse eines Berichts des UN-Umweltprogramm (UNEP) vom 6. Juli 2020 zusammen und zitiert die UNEP-Chefin Inger Andersen:
„Wenn wir weiterhin die Tierwelt ausbeuten und unsere Ökosysteme zerstören, können wir einen stetigen Strom dieser Krankheiten, die von Tieren auf Menschen übertragen werden, in den kommenden Jahren erwarten.“

Die Zerstörung und Besiedlung natürlicher Lebensräume
(in Englisch)

Eine kalifornische Forschergruppe hat untersucht, welche Tiere die meisten Viren mit uns teilen. Die Online-Zeitschrift wissenschaft.de fasst ihre Ergebnisse vom 8. April 2020 zusammen:
„Demnach bergen Nagetiere, Fledermäuse und Primaten mit Abstand die meisten dieser auch den Menschen befallenden Erreger in sich. Betrachtet man jedoch einzelne Tierarten, teilen unsere Haus- und Nutztiere die meisten Viren mit uns, gefolgt von Hausmäusen und Ratten. […]
Die Top zehn Säugetierarten mit der höchsten Zahl an mit dem Menschen geteilten Viren umfasst acht domestizierte Arten: Schweine, Rinder und Pferde mit jeweils 31 zoonotischen Viren, Schafe mit 30 Virenarten, Hunde mit 27, Ziegen mit 22, Katzen mit 16 und Kamele mit 16 zoonotischen Viren. […] Die einzigen Wildtiere unter den Top Ten waren die Hausmaus und die Wanderrate mit 16 beziehungsweise 14 zoonotischen Viren.“

Die Massentierhaltung in der industriellen Landwirtschaft
(in Englisch)

Die nächste Pandemie könnte ihren Ursprung in der industriellen Massentierhaltung haben.

Die drohende Sintflut

Über das Abschmelzen der Antarktis
(in Englisch)

Der Thwaites-Gletscher ist ein riesiger Gletscher in der westlichen Antarktis. Klima-Forscher sind sehr besorgt über die zunehmende Geschwindigkeit seines Abtauens, das bereits für etwa vier Prozent des globalen Meeresspiegelanstiegs verantwortlich ist. Wenn es der Menschheit nicht rechtzeitig gelingt, die Emission von Treibhausgasen zu stoppen, wird dieser Gletscher zusammenbrechen und den Pegel der Meere um etwa 65 Zentimeter anheben. Wieviel Zeit bleibt uns noch? Einige Forscher sind der Auffassung, dass ein Zusammenbruch des Gletschers nicht mehr aufzuhalten ist und dass sein Abschmelzen noch in diesem Jahrhundert passieren wird. Das hätte fatale Folgen, denn die angrenzenden Eismassen würden in den Prozess mit einbezogen und den Meeresspiegel global um drei Meter steigen lassen.

Wir sind Sternenstaub

Woodstock Good Harvest

»Wir sind Sternenstaub
Milliarden Jahre alter Kohlenstoff
Wir sind golden
Gefangen in einem Pakt mit dem Teufel
Und müssen uns selbst zurück ins Paradies bringen

Joni Mitchell (aus: Woodstock, 1969 – Übersetzung: Rolf Krane)

Das schwedische Duo Good Harvest ist pure musikalische Euphorie. Hanna Enlöf and Ylva Eriksson lernten sich 2005 im Alter von 15 Jahren in ihrer Heimatstadt Falun kennen, als sie beide der gleichen Folk-Pop-Band beitraten. Nachdem sich die Band auflöste, beschlossen sie, als Duo weiterzumachen und von den Coverversionen ihrer Vorbilder zu eigenem Material überzugehen. Die beiden hervorragende Sängerinnen und Gitarristinnen entwickelten einen reichen, warmen, ausgefeilten Country-Folk-Stil, der sich durch herrliche Vokalharmonien und spannendes, ineinander verschlungenes Fingerpicking auszeichnet.

Im Herbst 2016 veröffentlichten sie ihre Version von Joni Mitchells „Woodstock“ in einem Live-Video, das sofort auf Facebook mit über vier Millionen Zuschauern viral wurde. Ihr erstes Album In a Life and Place Like This erschien 2017. Bei den Dalecarlia Music Awards in Mittelschweden wurden sie 2019 als „Musikgruppe des Jahres“ ausgezeichnet. Im Februar 2020 folgte ihr zweites Album Dream of June.

Row Row – Good Harvest (Lyrik-Video)
Typografie – Hanna Turi

Vorwärts Vorwärts

Vorwärts, vorwärts kleines Boot
Trag den Schaum wie einen Rock
Vorwärts bis die Wellen ebben
Und an deinem Bug zerbrechen

Während ich davonsegle
Schäumt das Wasser in der Bucht
Dennoch werd’ ich weitergeh‘n
Bis mein Schiff versinkt

Sie dachten nie
Ich wäre stolz
Doch ich hab mich nie
Der Brandung gebeugt

Fliege, fliege kleiner Drachen
Du kennst den Wind und seine Kraft
Tauche ein ins Morgenlicht
Kehre nie zurück

Sanfte, schwache Brise
Werde stärker, folge mir
Jenseits gottloser Meere
Werde ich Frieden finden

Sie dachten nie
Ich könnte geh‘n
Und nur der Himmel
Weiß, wie ich litt

Sie wussten nichts
Von meinen Lügen
Und nur mit der Zeit
Verblassen sie

Regen wird sie spülen
In den Schutt und durch den Staub
Die Wahrheit zu sagen
Hatte ich mich nie getraut

Ein Segen und ein Fluch

(Lyrics: © Good Harvest – Übersetzung: Rolf Krane )

Possierliche Pelztiere

Heute jährt sich die  Eröffnungsfeier der Welt-Militärweltspiele 2019 in Wuhan, dem ersten Superspreader-Ereignis, das den Virus auf den Weg um die Welt brachte. Wo aber ist sein Ursprung zu suchen?

Bereits vor fünf Monaten äußerte der Virologe Christian Drosten in einem Interview mit der britischen Tageszeitung The Guardian den Verdacht, dass die Pandemie ihren Ausgangspunkt in chinesischen Zuchtfarmen von Marderhunden gehabt haben könnte:

  • The Guardian
    »Können wir mit Sicherheit sagen, dass die Pandemie in China begonnen hat?«
  • Christian Drosten
    »Ich denke schon. Andererseits nehme ich nicht an, dass sie auf dem Lebensmittelmarkt in Wuhan begonnen hat. Wahrscheinlicher ist, dass sie dort begonnen hat, wo das Tier – der Zwischenwirt – gezüchtet wurde.«
  • The Guardian
    »Was wissen wir über diesen Zwischenwirt – ist es das „arme Schuppentier“, wie es inzwischen genannt wird?«
  • Christian Drosten
    »Ich sehe keinen Grund zur Annahme, dass das Virus auf seinem Weg zum Menschen durch Schuppentiere gelangt ist. Es gibt eine interessante Information aus der alten Sars-Literatur. Dieses Virus wurde bei Zibetkatzen gefunden, aber auch bei Marderhunden – was die Medien übersehen haben. Marderhunde sind eine riesige Industrie in China, wo sie auf Farmen gezüchtet und in der Wildnis wegen ihres Fells gefangen werden. Wenn mir jemand ein paar Hunderttausend Dollar und freien Zugang nach China gäbe, um die Quelle des Virus zu finden, würde ich an Orten suchen, wo Marderhunde gezüchtet werden.«

(Übersetzt mit www.DeepL.com/Translator – kostenlose Version)

Das Fell des Marderhundes ziert viele Kapuzen auch in Deutschland, denn das Echtfell ist in seiner Herstellung billiger als Kunstfell. Die Etiketten weisen in der Regel nicht daraufhin. Nach EU-Recht müsste dort stehen: „Enthält nicht-textile Teile tierischen Ursprungs.“ Der Pelztierhandel ist ein Milliardenmarkt. (vgl.: Süddeutsche Zeitung) Allein in China werden schätzungsweise jährlich 70 Millionen Tiere wegen ihres Pelzes getötet. (vgl. NDR)

Marderhund
(Quelle: Wikimedia Commons)

Obwohl Marderhunde Ähnlichkeiten mit Mardern und insbesondere Waschbären aufweisen und gelegentlich verwechselt werden, sind sie nicht näher mit ihnen verwand. Sie zählen zur Familie der Hunde. Dagegen gehören Waschbär, Frettchen, Iltis und Nerz zur Überfamilie der Marder- und Bärenartigen. Allen gemeinsam ist dennoch, dass sie sehr empfänglich für den Coronavirus sind und ihn weiter verbreiten. So galten Frettchen anfangs als aussichtsreiches Tiermodell in der Coronavirus-Forschung, da sie den Virus effektiv auf Artgenossen übertragen können. Da sie jedoch keine COVID-19 Symptome zeigten, ging man über zu Goldhamstern, die ähnliche Symptome wie Menschen aufweisen. Das sollte alle Tierfreunde hellhörig machen, die derartige Tiere zu Hause halten.

In Europa, vor allem in Dänemark, Polen und in den Niederlanden, befinden sich die weltgrößten Farmen von Nerzen, die nicht selten über 100.000 Nerze auf engem Raum und unter erbärmlichen Bedingungen in Käfigen einpferchen. (vgl. Stuttgarter Zeitung)

Und so verbreiten die possierliche Pelztiere den Coronavirus nun auch weiter in Europa über Zuchtfarmen, über Zoos, über die Natur, über Zoohandlungen und über Haushalte, in denen sie als kuschelige Haustiere gehalten werden.

Coronavirus-Ausbreitung auf dänischen Nerzfarmen
Coronavirus-Ausbreitung auf niederländischen Nerzfarmen
Einbürgerung des Marderhundes in Deutschland