Heilende Musik

Das von russischen Truppen besetze Atomkraftwerk Saporischschja wurde heute nach ukrainischen Angaben vollständig vom Stromnetz abgekoppelt und wird heruntergefahren. Jedoch bleibt das Risiko weiterer Schäden an den Stromleitungen durch die kriegerischen Auseinandersetzungen um das Atomkraftwerk weiter hoch. Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordern die Einrichtung einer demilitarisierte Zone um das AKW-Gelände. Russland lehnt diese schützende Maßnahme ab und droht stattdessen weiter mit Atomunfällen und atomaren Angriffen.

Der Klimawandel mit seinen längeren Hitzeperioden, wie in diesem Jahr, schränkt die Kühlung der französischen Atomkraftwerke ein. Werden sie nicht gedrosselt oder heruntergefahren und lässt dadurch das Flusswassers weiter erwärmen, dann opfert man stattdessen das Leben in den Flüssen.

Schließlich wird Wirtschaftsminister Habeck von CDU, FDP und Teilen der Energiewirtschaft unter Druck gesetzt, nicht geprüfte Atomkraftwerke, die zum Jahresende stillgelegt werden sollten, weiter laufen zu lassen. Damit die gegenwärtige Regierung politisch diskreditiert und Maximalgewinne für Einzelne abgeschöpft werden können, soll die Allgemeinheit das damit verbundene Risiko und die möglichen Folgen tragen.

Die gegenwärtige Gefahr einer atomaren Katastrophe war noch nie so hoch seit Tschernobyl 1986 und Fukushima 2011.

Die Sinnforscherin Tatjana Schnell schreibt in ihrem Artikel Wie bewältigen wir die Klimakrise, ohne zu verzweifeln? (Zeit Online, 6. September 2022) darüber, wie wir angesichts der allgegenwärtigen Krisen nicht in Angst und Ohnmacht verfallen.

Um nicht völlig den Verstand zu verlieren, empfiehlt es sich auch, seinen Geist zur Ruhe zu bringen. Drei Live-Konzerte mit heilender Musik auf YouTube könnten dazu beitragen:

Melanie de Biasio – Jazz in Marciac (Marciac, 2018)

Anna Maria Jopek – Farat Film Studio (Warschau, 2019)

Sting – Panthéon (Paris, 2021)

(Titelbild: Melanie de Biasio – Foto: Eric de Redelijkheid. 5. 11. 2017. aus: Wikimedia Commons)